GRÜNDUNG DES KOLLEKTIVS


Die Gründer*innen des Kollektivs lernten sich während ihres Studiums der Theaterwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München im Rahmen des Szenischen Praktikums 2018 kennen. Unter der Regie von Katrin Kazubko und Jurij Diez arbeiteten sie zusammen an der Inszenierung Väter und Söhne – Mütter und Töchter nach Turgenev und eröffneten damit die neue Studiobühne der TWM. Das Stück wurde im Rahmen des studentischen „Turgenev Fest“ nach St.Petersburg eingeladen und gewann dort den ersten Preis. 2019 gastierten sie mit der Inszenierung im Nationalen Akademischen Lessia-Ukrajinka-Theater in Kyjiw.

Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit bei Väter und Söhne – Mütter und Töchter folgten 2019 das Regiedebüt von Paulina Platzer und 2020 das Regiedebüt von Stefan Ammer auf der Studiobühne. In diesen und weiteren Inszenierungen wurde in verschiedenen Konstellationen erfolgreich zusammengearbeitet. Aufgrund der guten Zusammenarbeit und der engen Freundschaft untereinander, gründeten sie 2020 zusammen das Theaterkollektiv Futur.X. Mit ihrer ersten Inszenierung Träume, einem Hörspielzyklus nach Günter Eich, konnten sie sich nicht nur für das fünfte WortSchau Festival im Pepper Theater in München qualifizieren, sondern gewannen auch den Publikumspreis. Im Frühjahr 2022 haben sie die Debütförderung des Kulturreferats München für ihre Inszenierung “K/PPEN” erhalten.



BIOGRAFIEN



Anastasiya Shtemenko

1997 in Kyiv geboren, schloss im Sommer 2021 ihren Bachelor in Theaterwissenschaft an der LMU in München ab. Auf der Studiobühne der TWM wirkte sie bereits in mehreren Produktionen in den Bereichen Schauspiel, Konzeption und Organisation mit. Als Schauspielerin war sie in Väter und Söhne – Mütter und Töchter (Katrin Kazubko, Jurij Diez), LOsT – Eine Spiegelung in fünf Bildern (Paulina Platzer), Die erwachsene Tochter eines jungen Mannes (Maryna Mikhalchuk) und based on... (Anna Lepskaya) auf der Bühne zu sehen. Seit September 2021 ist sie als Assistentin an der Studiobühne der TWM tätig.



Janina Rüb

geboren 1996, schloss 2019 ihr Studium der Theater- und Kommunikationswissenschaft an der LMU in München ab. Von 2016 bis 2018 war sie Teil des Ensembles von Wir sind jung. Wir sind stark (Anja Sczilinski) des Jungen Resi vom Residenztheater München und übernahm die Hauptrolle in der Inszenierung Väter und Söhne – Mütter und Töchter (Katrin Kazubko, Jurij Diez) an der Studiobühne der TWM. Grundlagen der Schauspielkunst erlernte sie zudem in einem halbjährigen Workshop bei Schauspieler Dominik Schiefner, Sprecherzieher Georg Verhülsdonk und Tänzerin Ilona Pászthy in Köln und arbeitet derzeit mit dem Coach Lars Löllmann zusammen. Neben der Schauspielerei eignete sie sich autodidaktisch das Handwerk des Grafikdesigns an und arbeitet seit 2022 als freiberufliche Grafikerin. So übernahm sie u.a. die Website-Gestaltung von Futur.X. Ab 2023 wird sie zurück nach München ziehen und wieder aktiver Teil von Futur.X sein.


Paulina Platzer

geboren 1996, lebt und arbeitet als Assistentin, Regisseurin, Dramaturgin und Produktionsleiterin in München. Nach dem Studium der Theaterwissenschaft an der LMU setzt sie ihre universitäre Ausbildung mit dem Masterstudiengang der Dramaturgie an der Theaterakademie August Everding fort. Ihr Regiedebüt feierte sie 2019 mit LOsT – Eine Spiegelung in fünf Bildern auf der Studiobühne in München. Sie assistierte außerdem Cornelie Müller, Gert Neuner, Robert Spitz, Waltraud Lehner und Doris Heinrichsen und arbeitete 2019 als Kollaborateurin der Regie mit Emre Akal zusammen. Seit 2019 ist sie Mitglied des AYŞE X-Staatstheaters (house of conceptua-lizing) und war 2021 als Produktionsleitung für Kultur im Block tätig und im Rahmen der szenischen und dramaturgischen Mitarbeit an der Inszenierung der Zauberflöte (HMTM) beteiligt. 2021 erhielt sie für ihre Arbeit den Klaus-Zehelein-Preis.


Stefan Ammer

geboren 1998, beendete im Sommer 2020 sein Theaterwissenschaftsstudium an der LMU in München. Auf der Studiobühne in München wirkte er als Schauspieler bei LOsT – Eine Spiegelung in fünf Bildern (Paulina Platzer) und der Inszenierung Väter und Söhne – Mütter und Töchter (Katrin Kazubko, Jurij Diez) mit. Sein Regiedebüt feierte er im Januar 2020 mit dem Stück Eine Schachnovelle. Außerhalb des Theaters ist er zudem als Musiker tätig. Nach seinem momentanen Auslandsjahr an der Staatlichen Universität Orenburg in Russland ist das nächste Ziel seiner Laufbahn ein Regiestudium.


Sophie Gigou

geboren 1997, studiert im Master Soziologie an der LMU in München. Während des Bachelorstudiums der Soziologie und Theaterwissenschaft absolvierte sie Assistenzen beim Perfomancekollektiv “ausbau.sechs”, arbeitete zeitweise in der Produktionsbetreuung der Münchener Biennale für neues Musiktheater und wirkte in der Inszenierung Väter und Söhne – Mütter und Töchter (Katrin Kazubko, Jurij Diez) sowie LOsT – Eine Spiegelung in fünf Bildern (Paulina Platzer) mit. In der Soziologie ist sie zudem am Lehrstuhl von Prof. Armin Nassehi in einem Forschungsprojekt tätig, das sich Fragen der organisierten Sterbebegleitung widmet.



Victoria Schmidt

© Victoria Jungblut


geboren 1995, studierte Theater- und Kommunikationswissenschaft in  München und an der Sorbonne Nouvelle in Paris. Zum Theater kam sie als Darstellerin durch das Projekt Die Klasse (Regie: Anja Sczilinski) der ‚Intergroup’ des Residenztheaters München. Dort setzte sie ihre  freie Mitarbeit mit Regiehospitanzen fort und gab Führungen durch das Bayerische Staatsschauspiel. Ihre Auseinandersetzung mit der Schnittstelle zwischen Theater und Fotografie begann mit  Veröffentlichungen in der Theaterzeitschrift „Junge Bühne“. Während ihres Studiums wirkte sie an Produktionen der Studiobühne als Darstellerin (Väter und Söhne, Mütter und Töchter - R: Katrin Kazubko, Jurij Diez - Gastspiel in Kyiv) und noch öfter als Fotografin, mit. Unter dem Künstlernamen Victoria Jungblut portraitiert sie Schauspieler*innen, Ensembles und Inszenierungen. Seit 2021 sammelt sie Erfahrungen beim Film neben Setfotografie in den Departments Szenenbild, Regieassistenz und Produktion.