[Über]Reize
Team: Stefan Ammer, Sophie Gigou, Fiona Grün,Alexandra Paal, Paulina Platzer, Anastasiya Shtemenko,
Vctoria Schmidt | Fotos: Victoria Jungblut
Die Recherche fand im November und Dezember 2023 im ︎FatCat statt.
Eine Woche lang haben wir uns intensiv mit Reizen, auseinandergesetzt.
Jeder Tag - ein Schwerpunkt Hier ein Einblick:




[Hören] Dienstag, 21.11.
Musik als Auslöser von Erinnerungen
Zum Auftakt wählte jede*r drei persönliche Songs: Kindheit, emotionale Tiefe, positive Energie. Wir hörten die Musik gemeinsam, sammelten Assoziationen und filmten ausgewählte Erinnerungen. So entstand ein erster Eindruck davon, wie stark Musik Emotionen, Bilder und Geschichten aktiviert.



[Reizworte] Mittwoch, 22.11.
Sprache und ihre WirkungWir sammelten persönliche „Reizwörter“ und tauschten diese innerhalb der Gruppe. Die eigenen und fremden Assoziationen wurden anschließend in kurzen Texten verarbeitet. Dabei zeigte sich, wie individuell Sprache Erinnerungen und Gefühle anstoßen kann – und wie neue Perspektiven entstehen, wenn Bedeutungen verschoben werden.



[Soundexperimente & Reizentzug] Donnerstag, 23.11.
Stille und KlangforschungAm Vormittag experimentierten wir mit einem Hydrophon und Wasserklängen, hörten Bewegungen und Tropfen zu. Nachmittags testeten wir sensorische Deprivation: Augenmasken, Ohrstöpsel, Kopfhörer – ein Experiment zur Wahrnehmung ohne äußere Reize.



[Sehen] Freitag, 24.11.
Bilder, Assoziationen, visuelle SprachenWir brachten persönliche Fotos mit, tauschten Erinnerungen und Reaktionen aus und arbeiteten mit Cyanotypie und Sofortbildkameras. Die Ergebnisse nutzten wir, um zu untersuchen, wie Bilder Emotionen auslösen und wie sie gezielt in performativen Kontexten eingesetzt werden können.



[Parkour der Sinne] Samstag, 25.11.
Wahrnehmung und RaumgestaltungWir erforschten Sinneseindrücke auf einem Barfußpfad mit Sand, Wasser, Stoffen und Luftströmungen. Danach bauten wir kleine begehbare „Environments“ aus Licht, Stoff, Wind und Klang. Zum Abschluss besuchten wir die Ausstellung In anderen Räumen im Haus der Kunst, die immersive Raumkonzepte vorstellte.



[Gerüche] Sonntag, 26.11.
Duft als Erinnerungs-Trigger
14 verschiedene Gerüche wurden blind getestet, Assoziationen gesammelt und in Collagen visualisiert. Anschließend diskutierten wir den Einsatz von Gerüchen im Theater und entwickelten erste Ideen für räumliche und technische Konzepte, um Duft gezielt als performatives Mittel einzusetzen.



[Erinnerungspfade] Montag, 27.11.
Kollektives ErzählenIn drei „Buffets“ – Tee, Gegenstände, Tätigkeiten – inspirierten wir uns gegenseitig durch die Reize der anderen.
Aus individuellen Erinnerungen entstanden so weiterentwickelte Erzählungen und performative Sequenzen. Dabei wurde deutlich, wie stark sich Geschichten durch neue Kontexte verändern.



[Abschluss] Dienstag, 28.11.
Sichten, Sammeln, DokumentierenAm letzten Tag sichteten wir das Material, erstellten die Fotodokumentation und fassten unsere Erkenntnisse zusammen. Die Projektwoche liefert zahlreiche Ansätze, die wir in zukünftigen Arbeitsprozessen weiterentwickeln werden.


